Westernstadt Wild Winzerla

Jena Winzerla. Hier zeigen sich wiedermal die räumlichen Qualitäten des Freizeitladens. In der zweiten Ferienwoche wurde das Außengelände in eine Westernstadt verwandelt. In vier Gruppen zimmerten die circa 20 Kinder mit Budenbauerfahrungen das Interieur der Westernstadt zusammen: ein Gefängnis, eine Goldgräberhütte und etwas untypisch – ein Bürgermeisterhaus. Und damit das Ganze auch sicher ist, wurde es im Palisadenstil umzäunt.

Insgesamt wurde Holz im Wert von 550 Euro verbaut, dank der Spenden durch die Aktionen „Winzerla hilft“ (Bürgerspenden) und „Fünfundvierzig“ (Firmen aus dem Einzugsgebiet 07745). Auch konnten davon zwei Honorarkräfte beschäftigt werden, die beim Bau der WesternCity halfen.

Mit einem gemeinsamen Westernmahl von Eltern, Kindern und Freizeitladenteam wurde heute die neue Metropole eröffnet. Gekrönt wurde der Nachmittag mit einem Westerntanz und einer Schatzsuche nach verborgenen Goldnuggets auf dem Claim.

Westernstadt Wild Winzerla ist auf alle Fälle ein Besuch wert. Wer das Abenteuer sucht, der wird es spätestens hinter den Saloontüren der neuen City finden.

Beitrag: Andreas Mehlich

2 Kommentare

  1. Heiko - 30. Oktober 2011

    Hallo Herr Mehlich,

    es ist ja schön das es in Winzerla eine Westernstadt gibt. Und Ihre Werbung hier für den Freizeitladen – ich erinnere an die aktuelle Diskussion über den Bedarf des Freizeitladens, sein „neues“ Konzept – das noch immer nicht vorliegt, die vom Ortschaftsrat und Sozialdezernten gewünschten Arbeitskonzepte usw. – Aber mal ehrlich warum stellen Sie als Mitarbeiter des HivO e.V zwar als Quartiermanager, was immer das auch ist – so vehement Öffentlichkeitsarbeit für den Freizeitladen des HivO e.V.? Das ist ja in etwa so, wie wenn der Geschäftsführer von Mc Donalds am Leutragraben unbedingt die Filiale in Lobeda für nötig erachtet weil sonst die Nahrungsversorgung für Jena zusammenbräche. Lesen wir nun jeden Monat aufs neue was + oder – 20 Kinder dort zusammenzimmern? Ach ja für die politische Debatte braucht man Öffentlichkeit – Stellen Sie die nun konsequent hier auf dem Regionalforum her? Warum tun Sie dies als Quartiermanager immer für den Freizeitladen? Weil Sie Angestellter des Trägers sind dem beide Projekt unterstehen?

    Ich möchte noch eine Frage stellen. Warum tun die Mitarbeiter des Freizeitladens das nicht selbst? Warum machen da nur 20 Kinder mit wenn in Winzerla über 2000 Kinder wohnen? Ich freue mich auf die spannende Diskussion über die Zukunft des Freizeitladens und die gravierend fehlenden KiTaplätze in Winzerla und Jena- aber bitte nicht auf die Art der „aktuellen Kamera“ sondern öffentlich, ehrlich, grundsätzlich, transparent – mit Bürgerentscheid usw. Wie Sie es als Mitglied der Bürgerinitiative „Mein Eichplatz“ auch von anderen Fordern.

  2. Stadtteilbüro Winzerla - 31. Oktober 2011

    Lieber Heiko,

    den Artikel habe ich im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit für Winzerla geschrieben. Ich schreibe auch Beiträge über andere Einrichtungen, Ereignisse und Aktionen in Winzerla, und nicht nur für Jenapolis, sondern auch für die Stadtteilzeitung.

    Von der Westernstadt erfuhr ich erst Freitag Vormittag und für mich war sie schon einen Beitrag wert! Übrigens ein Aufgabenfeld des Quartiermanagements ist Öffentlichkeitsarbeit für Winzerla zu betreiben. Und was das Konzept des Freizeitladens betrifft, mal was Neues: Die Kinder- und Jugendarbeit mit Kindern im Alter von 10-14 Jahren in Winzerla wird demnächst ausgeschrieben. Und das betrifft nicht nur den Freizeitladen, sondern auch das Kinderbüro. Die politische Debatte ist bereits im vollen Gange, wobei es um den neuen Jugendförderplan geht.
    Über die Zukunft des Freizeitladens entscheidet die Ausschreibung bzw. die inhaltliche Konzeption des Trägers, der sie gewinnen wird. Wer der neue Träger sein wird, dass bleibt wirklich spannend.

    Warum es nur 20 Kinder waren? Es war ein Ferienangebot, das eben „nur“ 20 Kinder wahrgenommen haben. Zu den Kita-Plätzen. Winzerla an sich hat nicht den Bedarf an Kitaplätzen, vielmehr besteht er gesamtstädtisch. Aber wie gesagt, was mit dem Freizeitladen nächstes Jahr wird, ist ungewiss. Hier geht es auch weniger um die ca. 15 zusätzlichen Kitaplätze. Das war zu Anfang der Diskussion ein Thema, als der Freizeitladen in die Schillerschule umziehen sollte. Mittlerweile geht es um einen geeigneten Ort für die offene Arbeit mit den zehn- bis vierzehnjährigen Kindern und natürlich um die Finanzierung der Angebotspalette.

    Sobald die Ausschreibung vom Jugendhilfeausschuss beschlossen wird, werde ich darüber auch berichten, als Quartiermanager bzw. Stadtteilbüro.

    Herzliche Grüße
    Andreas Mehlich

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