Stadtwerke spenden für die Flüchtlingsarbeit

Stadtwerke spenden für die Flüchtlingsarbeit

Jena Winzerla. Diese Spende ist hochwillkommen: Am 11. Februar übergab Tina Schnabel von den Stadtwerken Jena ein mit 950 Euro gut gefülltes Sparschwein an den Flüchtlingsfreundeskreis Winzerla. Das Geld ist der Erlös der Tombola vom Neujahrsempfang des Unternehmens. Traditionell wird das Geld einem Winzerlaer Verein oder einer Initiative gespendet.
„Wir werden von dem Geld neue Sprachlernbücher kaufen“, sagte Theresa Carnarius, die Koordinatorin des Sprachcafés in Winzerla. Das Sprachcafé ist ein regelmäßiges Angebot für die in Winzerla lebenden Flüchtlinge. Immer dienstags treffen sie sich im Jugendzentrum „Hugo“, um gemeinsam mit deutschen Muttersprachlern Deutsch zu lernen. Einfach ist das nicht, wie Simon Niehus sagt. Niehus gehört zu den etwa 40 Freiwilligen, die den Ausländern ihre Sprache zu lehren versuchen. „Wenn jemand wenigstens etwas Englisch kann, kommen wir gut voran“, sagt Niehus. Zu den Sprachen, die die Flüchtlinge sprechen, gehören Arabisch, Tigrinisch (Eritrea), Farsi (Persisch), Paschtu (Afghanistan) und Albanisch.
Im Sprachcafé engagieren sich Studenten ebenso wie Rentner. Als Übungstexte kommen manchmal Werbeprospekte und Fahrpläne zum Einsatz. Lisa Bachmann sagt, allmählich würden sich Freundschaften entwickeln, man lerne sich besser kennen und verstehen. Weil das Angebot im „Hugo“ nicht ausreicht, gehen die Helfer inzwischen auch in die Winzerlaer Turnhalle, wo sie donnerstags Sprachunterricht anbieten. Als „unschätzbar wertvoll“ bezeichnet Pastorin Friederike Costa den Sprachunterricht: „Wenn ich mir vorstelle, ich müsste Arabisch lernen – das wäre der Hammer!“ Unterstützung gibt es im Sprachcafé durch eine Dozentin von der Bauhaus-Universität Weimar. Sie sorgt dafür, dass die ehrenamtlichen Helfer besonders bei didaktischen Fragen fachmännischen Rat erhalten.

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