Schlaglichter der Planungswerkstatt vom 18.09.14

Schlaglichter der Planungswerkstatt vom 18.09.14

Jena Winzerla. Planungswerkstatt und kein Ende: Aufgrund des großen Diskussionsbedarfes war es am 18. September nicht wie angekündigt die letzte, sondern die vorletzte Planungsrunde. Das Treffen war gut besucht, nicht nur von Vertretern der Verwaltung, sondern auch von vielen Bürgern. Neben Grundsatzdiskussionen wurde Kritik am Planungsentwurf sowie Planungsverlauf geäußert. Hintergründe siehe Resümee der Planungswerkstatt.
Kritisch geäußert wurde sich über Details im vorliegenden Entwurf wie z.B. die 12,5 prozentige Steigung, über den Balkon am Ende der Wasserachse sowie über mögliche Veränderungen des Verkehrsflusses aufgrund der Ampelinstallation. Der vorliegende 21.(!) Entwurf basiert auf mit den Bürgern abgestimmten Varianten sowie fachlichen Vorgaben durch die Stadtwerke, den KSJ sowie der AG Radverkehr. So lässt sich die 12,5 prozentige Steigung dadurch erklären, dass diese Strecke nicht primär für Fußgänger, sondern für Radfahrer gedacht ist, da die AG eine Entflechtung von Rad- und Fußgänger-Verkehr forderte. Auch stellte Landschaftsarchitekt Holgar Ehrensberger klar heraus, dass es Normen gibt, die bei der Neuplanung beachtet werden müssen, so die Steigungsverhältnisse. Auch entkräftete er den Einwurf, der Entwurf enthielte zu viel Beton. Ehrensberger betonte, dass keine zusätzlichen Flächen im Vergleich zum Status quo versiegelt werden. Kritisch wurde die Ausführung des Balkons als Abschluss der Wasserachse gesehen bzw. steht nach wie vor die Frage im Raum, ob dieser wie geplant angenommen wird. Die gleichen Bedenken wurden in Bezug auf die Ampel geäußert. Jedenfalls wurden planerische Vorkehrungen dazu getroffen. Was die Ampel betrifft, legte Petra Schmidt vom Fachdienst Stadtumbau nochmals die verschiedenen Hintergründe aus verkehrsplanerischer, sicherheitstechnischer sowie verkehrspolitischer Sicht dar. Zwei Filme wurden gezeigt, die eine Simulation zeigen, wie der Verkehr mit eingeschalteter Ampel läuft. Die Simulation wurde mit den aktuellen Verkehrsdaten gespeist. Und die Bedenken, ob sich durch die zusätzliche Ampel der Autoverkehr über die Bertolt-Brecht-Straße weiter erhöhen wird, bleiben vorerst spekulativ. Aufgrund der lebhaften Diskussion kam das eigentliche Anliegen der Veranstaltung zu kurz, sich detailliert über den Entwurf zu verständigen. Deshalb treffen wir uns noch einmal, am Dienstag, 7. Oktober, um 17 Uhr, wieder in den Projekträumen der Schillerschule.

Beschluss vom Stadtentwicklungsausschuss

21. Entwurf

Präsentation 21. Entwurf

Pflanzenübersicht

1 Kommentar

  1. sinnfrei - 2. Oktober 2014

    Ich darf mal zusammenfassen:
    Eigentlich ist diese Planungswerkstatt voll daneben gegangen, Bürgerbeteiligung (15.000 Einwohner) fand so gut wie gar nicht statt, aus unteschiedlichen Gründen. Es gibt den 21. Entwurf von H. Ehrensberger, das heißt die Pläne waren insgesammt nicht zufriedenstellend (sonst hätte man nicht so oft ändern müssen) Es gibt immer noch Redebedarf, die Bürger werden immer noch nicht beteiligt, es kostet unser aller Geld, für 35 Parplätze die wegfallen (in einer Ecke Winzerlas wo es besonders prekär ist mit dem parken) entstehen grade einmal 12 neue (wegfall von 24 Parkplätzen!).
    Das alles wird ignoriert und vom ORTSTEILRAT unbeirrt durchgezogen! Ich erinnere hier gern einmal, das der OTR nicht um seinen Selbstwille da ist, er ist gewählt um BÜRGERSWILLE zu erfüllen.
    Ätsch, gewählt ist gewählt! Demokratie von seiner besten Seite!

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