Friedrich-Wilhelm Gebhardt ist neuer Ortsteilbürgermeister in Winzerla

Friedrich-Wilhelm Gebhardt ist neuer Ortsteilbürgermeister in Winzerla

Jena Winzerla. Mit 60,50 % der Stimmen entschied Friedrich-Wilhelm Gebhardt (SPD) die Stichwahl für sich. Die Kontrahentin Julia Langhammer (DIE LINKE) erlangte folglich 39,50 % von den insgesamt 1534 abgegebenen Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 16,68 %.

Herzlichen Glückwunsch!


Die Stadtteilzeitung befragte Friedrich-Wilhelm Gebhardt, wie es nun weitergeht.

Herr Gebhardt, inzwischen haben Sie die Amtsgeschäfte von Mario Schmauder übernommen. Hat Ihnen ihr Amtsvorgänger etwas mit auf den Weg gegeben?

Nein, er gab mir nichts mit.

Haben Sie ihr Büro bereits bezogen?

Das Büro muss zunächst einmal renoviert werden. Nach der Sommerpause, also Anfang September, wird es dann die Eröffnung geben. Es wird deutlich mit der Aufschrift „Ortsteilrat Winzerla“ gekennzeichnet sein.

Können die Bürger Sie dennoch erreichen, falls sie ein Anliegen haben?

Natürlich. An der Tür des Büros hängt meine Telefon-Nummer (0157 31428732) sowie meine E-Mail frw.gebhardt@gmx.de und zudem können die Briefkästen an der Tür benutzt werden.

Wie wird es mit dem Ortsteilrat weitergehen?

Als nächstes gibt es Anfang Juli die konstituierende Sitzung, öffentlich in der Schillerschule. Dann werden wir uns zusammensetzen und über die anstehenden Aufgaben sprechen.

Welche Aufgaben sind das?

Wir werden uns darüber verständigen, welche Ortsteilräte die bereits laufenden Vorhaben wie die Planungswerkstatt begleiten. Immerhin haben wir acht Neulinge in diesem Gremium. Da müssen wir schauen, bei welchen Themen sie sich einbringen wollen.

Was wollen Sie als erstes angehen?

Als nächstes werde ich das Gespräch mit den großen Wohnungsunternehmen „jenawohnen“ und WG Carl Zeiss suchen. Wir sollten uns darüber verständigen, wie unser Winzerla in den nächsten 20 oder 30 Jahren entwickelt werden soll. Außerdem ist es mir wichtig, mit den Vereinen und anderen Akteuren in Winzerla ins Gespräch zu kommen. Wir sollten darüber sprechen, was wir gemeinsam erreichen wollen.

Wo sehen Sie dabei das Dorf Winzerla?

In Alt-Winzerla werden wir eine Bürgerversammlung einberufen. Es gilt die Chancen auszuloten, die das städtische Konzept zur Entwicklung der Ortsteile bietet. Dort wird Alt-Winzerla explizit erwähnt.

Und was planen Sie für das Zentrum, etwa die Wasserachse?

Schön wäre es, wenn wir an der Wasserachse eine kleine Einkaufsmeile etablieren könnten. In Winzerla fehlt eine Drogerie, außerdem wird oft nach einem Geschäft mit Kindersachen gefragt. Weil entlang der Wasserachse natürlich Wohnungen sind, müssen wir uns auch dabei mit den Wohnungsunternehmen verständigen.

Das Interview führte Stephan Laudien.

3 Kommentare

  1. Katrin Dick - 9. Juli 2014

    Lieber Bürgermeister, ich freue mich das Sie es geschafft haben unserer Bürgermeister zu werden. Da hat sich ja die Wahl gelohnt. Einen lieben dank gilt auch Schmaudi der 14 Jahre unser Stadtteil sauber hielt!!!
    Mit freundlichen grüßen Katrin

  2. sinnfrei - 8. Oktober 2014

    Wahnsinns Erfolg!!
    60,5% wählen den neuen tollen Ortsteilbürgermeister! Gut sind jetzt nur 928 Stimmen, von 15.000.
    Populär ist da wohl doch scheinbar was anderes. Liegt die schwache Wahlbeteiligung villeich an der Politikverdrossenheit? Wo kommt denn die wohl her? Vielleicht liegt es daran, das man auch heute nur ohnmächtig zuschauen darf, wie wir regiert werden.
    Nach dem Motto: Wir sind gewählt, wir machen das so.
    Bürgerbeteiligung? Umfragen? Fehlanzeige!

  3. Sebastian Simon - 14. Juni 2022

    Also ich wohne seit 02/2021 in Winzerla. Ich gehöre zu den Menschen, die auch (nicht getroffene) Entscheidungen in bestimmten Politikfeldern kritisieren, ohne zur betroffenen Gruppe zu gehören (Kind, Frau, Senior).

    Abgesehen vom Stadtteilgarten und der kleinen Bibliothek sehe ich wenig positives, was über die kommerziellen und notwenigen Dinge hinausgeht (Shopping, Lebensmittel, Ärtze, Sport, u. Ä.). Die kulturellen und sozialen Belange sind außschließlich gruppenspezifisch (vgl. Stadteilgarten). Wer einer Subkultur angehörig ist, muss nach Jana-Nord („Kulturschlachthof“) oder ins Zentrum (Skate-Anlage, offene geld-freie Treffpunkte).

    Wenn ich so durch die Beton-Siedlung laufe, sehe ich einige Makel. Eine Drogerie – auch wenn wir sie nicht wirklich brauchen – gibt es immer noch nicht, ein kinderspezifisches Bekleidungsgeschäft ist mir nicht bekannt. Und da gibt es kommunale Gebäude, sie sehr desolut aussehen. Und dabei sind Sie seit acht Jahren in der Verantwortung!

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