Rollender Tante-Emma-Laden schließt Versorgungslücke
Der „Eiermann“ bietet Grundversorgung aus dem Auto an
Weil der „Aldi“-Markt in der Oßmaritzer Straße ab dem 25. April für ca. sechs Monate geschlossen hat, werden Ideen gesucht, die Nahversorgung im Areal aufrecht zu erhalten. Im Gespräch ist beispielsweise eine Rikscha-Linie (wir berichteten), außerdem Hilfe bei der online-Bestellung von Lebensmitteln. Das Stadtteilbüro hat noch einen Vorschlag. Der Engelswieser Frischdienst aus Neumark hat mobile Verkaufswagen, von denen einer sogar jeden Dienstag in der Friedrich-Zucker-Straße hält. Jetzt soll der Verkaufswagen testweise auf dem Parkplatz an der Haltestelle Bert-Brecht-Straße halten. Jeweils mittwochs ab 13 Uhr steht Verkäufer Mike Zander dort, um die Wünsche der Kundschaft entgegen zu nehmen. Das Problem: Zander hat zwar etwa 3.000 Artikel auf dem Wagen, kann aber nicht jeden Wunsch erfüllen. An seinen bisherigen Standorten kennt er seine Kundschaft und kann gezielt auf Wünsche reagieren. In der Brecht-Straße muss sich das erst einpegeln. Auf jeden Fall sind die Erzeugnisse von drei Fleischereien aus dem Erzgebirge vorrätig, dazu Brot und Kuchen aus einer Bäckerei. Es gibt Erzeugnisse des täglichen Bedarfs ebenso wie Obst und Gemüse. Nicht zu vergessen: frische Eier. Mike Zanders Chef betreibt im Vogtland einen Hühnerhof, der Verkäufer hat deshalb von seinen Kunden den Spitznamen der „Eiermann“ abgekriegt.
Die Preise im mobilen Verkauf entsprechen weitgehend denen im stationären Handel, obwohl den mobilen Händlern die gestiegenen Benzinpreise zu schaffen machen.