Gehe zum Inhalt

Neues Leben im „Columbus-Center“

Neues Leben im „Columbus-Center“

In Winzerla geschehen erstaunliche Dinge: Seit einigen Wochen belebt sich das „Columbus-Center“ wieder, jenes Einkaufscenter, das vor Jahresfrist noch abgerissen werden sollte, um einem ambitionierten Neubau zu weichen. Am 20. August war die Wiederbelebung des „Columbus-Centers“ Diskussionsthema im Ortsteilrat. Unter den Gästen: Anke Daßler von der Jenaer Immobilien- und Service GmbH. Sie hat die Vermarktung des Centers in die Hand genommen, zunächst sogar ehrenamtlich, wie sie dem Ortsteilrat sagte. Dabei, so Daßler, werde das Center nicht einfach auf diversen Plattformen potenziellen Mietern angeboten. Ihre Strategie ist eine andere: „Ich spreche gezielt Unternehmen an, die in das Center passen würden.“ Offenbar mit Erfolg. Jüngst eröffneten ein Zigaretten- und Shisha-Shop mit Paketdienst und ein Barbier, zuvor hatte sich ein Lebensmittel- und Obstgroßhändler niedergelassen, außerdem eine syrische Bäckerei.

Sichtlich stolz vermeldete Anke Daßler, gerade den Mietvertrag mit der Tanzschule Hartwig unterschrieben zu haben, das Unternehmen bietet künftig auf 500 Quadratmetern Fläche seine Kurse an. Außerdem wird es künftig ein neues asiatisches Restaurant im Haus geben. Der Betreiber gestaltet bereits den Eingangsbereich zum Restaurant, in etwa vier Wochen soll eröffnet werden. Auch am Haus selbst wird es Veränderungen geben. So sind derzeit Handwerker damit beschäftigt, die Außentreppe an der Winzerlaer Straße zu erneuern. Sie war seit zehn Jahren gesperrt, sagte Anke Daßler. Noch in diesem Jahr soll die Zufahrt zum Parkhaus geändert werden, außerdem wird ein Kennzeichen-Erfassungssystem installiert, um wieder Parkgebühren erheben zu können. Noch nicht geklärt ist indes die geplante Erweiterung des „Norma“-Marktes im Untergeschoss. „Norma“ möchte eine benachbarte Fläche (ehemals „Stoff-Haase“) nutzen, um dort die Getränkeabteilung unterzubringen. Wie Ortsteilbürgermeister Markus Meß sagte, wurde der Bauantrag abgelehnt, weil damit die zulässige Verkaufsfläche überschritten würde. Eine Entscheidung, die im Ortsteilrat mit Unverständnis aufgenommen wurde. „Lidl“ und „Aldi“ würden dieses Maß ebenfalls überschreiten, so Markus Meß, zudem plane „Rewe“ eine deutliche Erweiterung. In dieser Sache sei hoffentlich noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Angesprochen auf die plötzliche Revitalisierung des Centers, sagte Anke Daßler, der Eigentümer Svend Dietel habe zwischenzeitlich beinahe aufgegeben, zumal sich die Verkaufsverhandlungen mit der „Ratisbona“ lange hinzogen. Nun habe es ein Umdenken gegeben, das „Columbus-Center“ soll Schritt für Schritt wiederbelebt werden. Als passende Unternehmung könne sie sich ein Eiscafé sehr gut vorstellen. Sollte jemand überlegen, ein solches Café zu eröffnen: bitte melden!

zurück zur Übersicht
Logo: Kofinanziert von der Europäischen Union Logo: Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden

ThINKA wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert sowie von der Stadt Jena kofinanziert. Die Arbeit des Stadtteilbüros wird durch Städtebaufördermittel unterstützt.