Ideen für Wohnungen an der Wendeschleife vorgestellt
Wohnraum ist knapp in Jena und deshalb sollen Wohnungen gebaut werden. Über Gründe und Hintergründe dieser Situation informierte Andreas Neumann, der Leiter des Fachdienstes Stadtplanung, am 17. September in der Sitzung des Ortsteilrates. In den Fokus rücken deshalb Flächen, die der Stadt gehören und die sie an bauwillige Investoren verkaufen möchte. Eine solche Fläche erstreckt sich entlang der Hugo-Schrade-Straße, auf Höhe der Wendeschleife der Straßenbahn. Weil dort Garagen stehen, die noch zu DDR-Zeiten errichtet wurden und von Garagengemeinschaften verwaltet werden, waren viele Gäste in die Aula der „Galileo“-Schule gekommen. In meist ruhiger und sachlicher Atmosphäre informierten Andreas Neumann sowie Mark Dörfler und John Wilhelm vom Eigenbetrieb Kommunale Immobilien (KIJ) über die Pläne.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Flächen, die in Wendeschleife I und II unterteilt sind, wohl frühestens im Jahr 2030 bebaut werden. Soweit die positive Einschätzung von Mark Dörfler, der bei KIJ fürs Flächenmanagement zuständig ist. Es könne gebaut werden, es muss aber nicht gebaut werden, so Dörfler. Eine Voraussetzung dabei: möglichst flexible vertragliche Regelungen mit den Garagenvereinen, so dass die Flächen rasch beräumt werden können, wenn sich ein bauwilliger Investor findet. Auf der anderen Seite, so Dörfler, wolle KIJ den Garagennutzern entgegenkommen, um zu ermöglichen, die Garagen so lange wie möglich zu nutzen. An diesem Punkt gab es Widerspruch aus dem Publikum. Einer der Gäste warf „den Herren da vorn“ vor, dass andere Garagengemeinschaften, beispielsweise an der Löbstedter Straße, getäuscht worden seien. Dort seien die Garagennutzer gekündigt worden, ohne dass dort gebaut wurde.
Manche der Garagen seien sogar an neue Nutzer vermietet worden. Mark Dörfler wies diese Vorwürfe zurück. Auch eine Umwidmung der Flächen an der Hugo-Schrade-Straße sei nicht notwendig, weil sowohl Flächennutzungsplan als auch Wohnraumkonzept der Stadt Jena diese Flächen seit Jahren als künftiges Bauland ausweisen. Grundsätzlich, so der Tenor des Abends, sei die Veranstaltung nur zur Information des Ortsteilrates und der Gäste gedacht gewesen. Über vertragliche Details zwischen KIJ und Garagennutzern werde generell nicht informiert, so Mark Dörfler.