Bei der „Volkssolidarität“ wurde der 80. Geburtstag gefeiert
In der Begegnungsstätte „Alt und Jung“ der „Volkssolidarität“ ging es am 13. November hoch her. Das Team um Leiterin Petra Kolodziej hatte zum Tag der offenen Tür geladen. Gleichzeitig wurden 80 Jahre „Volkssolidarität“ gefeiert. „Wir haben hier zwischen 45 und 50 Veranstaltungen im Monat, außerdem unsere regelmäßigen Sportgruppen“, sagte Petra Kolodziej. Sie leitet die Begegnungsstätte seit nunmehr 17 Jahren, seit zwei Jahren im neuen Domizil, vis-a-vis der langjährigen Adresse in der Anna-Siemsen-Straße 1. Die Besucher seien zwischen 54 und 96 Jahre alt, sagt Petra Kolodziej. Wobei es Besucherinnen besser trifft, denn die Männer machen sich eher rar. So kommen zwei Männer mit ihren Frauen zu Pilates und vier Männer nehmen regelmäßig an den Spielenachmittagen teil. Die meisten Besucherinnen indes seien Witwen, sagt Petra Kolodziej. Die Damen treffen sich zum Kaffee, zu Lesungen und Vorträgen, auch Geburtstage werden gemeinsam gefeiert. Alles probate Mittel gegen die Einsamkeit. Am 13. November gab es für die zahlreichen Gäste Kaffee und Kuchen, ein Gläschen Sekt oder Orangensaft und viele anregende Gespräche.
Ins Leben gerufen wurde die „Volkssolidarität“ am 24. Oktober 1945 in Dresden. Die schiere Not der Nachkriegszeit stand dabei Pate. Rainer Thorwirth, der Geschäftsführer der „Volkssolidarität Ostthüringen“, ließ die Geschichte des Verbandes Revue passieren. Als mitgliederstarker Verband habe es einzig die „Volkssolidarität“ vermocht, sich unter den neuen politischen Bedingungen nach 1989 zu behaupten. Dabei habe man den ursprünglichen Kern bewahrt: Solidarität im Alltag.