Verein „INWOL“ berät Menschen mit Behinderung

Verein „INWOL“ berät Menschen mit Behinderung

Jena Winzerla. „Wir beraten behinderte Menschen in allen Lebenslagen, mit dem Ziel, sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen“, sagt Ines Muskalla vom Verein „INWOL“ in Jena. INWOL steht für INtegrativ WOhnen und Leben, die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung am Salvador-Allende-Platz in Lobeda-Ost. Ein großes Thema in der Beratung, die Ines Muskalla gemeinsam mit Steffen Hielscher anbietet, ist das Teilhabegesetz, das 2018 in Kraft getreten ist. Ziel dieses Gesetzes ist es, behinderten Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Wenn nötig, erhalten sie eine Assistenz, die ihnen die eigene Wohnung, selbstständige Arbeit oder Besuche in Kino oder Konzert ermöglicht. „Wir beraten völlig unabhängig und auf Augenhöhe“, sagt Ines Muskalla – und die 25-Jährige verspricht nicht zuviel: Muskalla sitzt selbst im Rollstuhl und benötigt eine Assistentin, die ihr „Hand und Fuß“ ersetzt, wie sie sagt. Ihr Kollege Steffen Hielscher ergänzt, dass es vielfältige Hilfsangebote für behinderte Menschen gebe. „Wir versuchen etwa, den Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen oder wir beraten Eltern, deren Kind die Schule verlässt.“ Manchmal werde einfach nur eine andere Perspektive eröffnet, etwa für Menschen, die sich im geschützten Raum einer Behindertenwerkstatt nicht wohlfühlen. Es gebe viele Unternehmen, die behinderten Menschen einen Arbeitsplatz anbieten, sagt Ines Muskalla. In Jena sei da viel in Bewegung, auch wenn die Stadt selbst nicht überall barrierefrei sei.
Telefonisch ist INWOL Jena unter 219399 zu erreichen, weitere Informationen im Internet unter www.teilhabeberatung.de.

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