Rück- und Ausblick Quartiersentwicklung Winzerla Nord

Rück- und Ausblick Quartiersentwicklung Winzerla Nord

Jena Winzerla. Im Rahmen des von gruppe F Landschaftsarchitekten begleiteten zweijährigen Bürgerbeteiligungsprozesses zur Quartiersentwicklung in Jena-Winzerla Nord wurden viele wichtige Themen für den Stadtteil identifiziert und daraus die künftigen städtebaulichen und sozialen Ziele für Winzerla Nord abgeleitet. Diese wurden in einem Zukunftskonzept (herunterzuladen unter www.winzerla.com) mit Maßnahmenvorschlägen für die Entwicklung des Stadtteils in den nächsten Jahren zusammengefasst.

In drei Themensträngen werden die Säulen des Zukunftskonzeptes verfolgt und teilweise bereits umgesetzt:

Vom roten Faden zur Spielstraße

Bereits in der ersten Planungswoche im Mai 2017 hat sich mithilfe eines Fadenmodells herausgestellt, dass die Wegeachse zwischen der Haltestelle Damaschkeweg und der Wiese an der Friedrich-Zucker-Straße eine besonders wichtige Fußwegeverbindung in Winzerla Nord ist. Daher wurde die Achse vertiefend untersucht, Maßnahmenvorschläge entwickelt und Entwürfe erarbeitet, in denen insbesondere die Themen Mobilität und Gemeinschaft wichtig waren.

Aus Liebe zum Grün – zum Grünkonzept

Es hat sich immer wieder gezeigt, dass die Liebe zur Natur rund um Winzerla Nord und das Grün im Stadtteil eine besonders wichtige Rolle spielen. Dies spiegelt sich auch in der positiven Resonanz auf die gemeinsam mit Anwohnenden gepflanzten Frühjahrsblüher wider, die Anfang 2018 zum ersten Mal die Wegeachse zwischen Haltestelle Damaschkeweg und der Wiese an der Friedrich-Zucker-Straße säumten. Langfristig soll ein gesamträumliches Grünkonzept für das Quartier erarbeitet werden, das Leitlinien für die Auswahl geeigneter Pflanzen und ein Pflegekonzept beinhalten soll.

Es ist also wichtig, die Grünqualitäten weiterhin zu verbessern, sie zu stärken und langfristig zu sichern.

Von der Platte zum Hingucker

Kunst kann Identitätsstiftend wirken, zur besseren Orientierung verhelfen und außerdem dazu beitragen, den Stadtteil bunter zu machen. Der bereits realisierte Siegerentwurf der Nevercrew als Ergebnis des Anfang 2018 ausgelobten Fassadenwettbewerbs und die zwei gestalteten Trafohäuschen zeigen bereits jetzt, dass sich das Stadtbild merklich verändert hat.

Ziel des gesamten Prozesses ist, möglichst viele der vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen, um den Stadtteil dadurch langfristig aufzuwerten und zu verändern. Die Planungen für die erste Realisierungsmaßnahme auf der Wiese an der Friedrich-Zucker-Straße sollen 2019 beginnen. Auch für diesen Planungsprozess soll es wieder eine begleitende Bürgerplanungsgruppe geben. Ziel ist, dass weitere Bereiche im Stadtteil folgen.

Im Frühjahr 2019 wird der zweite Siegerentwurf des Fassadenwettbewerbs von Reskate Studio aus Barcelona in der Max-Steenbeck-Straße 42 umgesetzt. Wünschenswert wäre, dass die realisierten Kunstwerke in Winzerla Nord eine solche Strahlkraft entwickeln, dass weitere Kunstwerke folgen und der Stadtteil so immer bunter wird.

Auch das gemeinsame Feiern und das fördern des nachbarschaftlichen Miteinanders, beispielsweise auf den vom Stadtteilbüro Winzerla organisierten Festen ist weiterhin sehr wichtig.

Das Team von gruppe F möchte sich herzlich bei allen Anwohnenden, dem Stadtteilbüro, der Stadt Jena, den Wohnungsunternehmen, den Jugendfreizeiteinrichtungen und den vielen weiteren Akteuren für ihre Unterstützung bedanken.

Wir hoffen einen positiven Prozess der Aufwertung angestoßen zu haben, der sich über die kommenden Jahre fortsetzt und einen nachhaltigen Effekt in der physischen und gesellschaftlichen Aufwertung des Quartiers hat.

Wir hoffen einen positiven Prozess der Aufwertung angestoßen zu haben, der sich über die kommenden Jahre fortsetzt und einen nachhaltigen Effekt in der physischen und gesellschaftlichen Aufwertung des Quartiers hat.

Das Zukunftskonzept als Download

über den Autor

Ich arbeite im Stadtteilbüro und schreibe Beiträge für und über Winzerla.

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