Premiere im Stadtteilgarten: Das Newroz-Fest

Premiere im Stadtteilgarten: Das Newroz-Fest

Jena Winzerla. Am Samstag, den 23. März feierten circa 30 Personen im Stadtteilgarten das kurdische Newroz-Fest (Erklärung am Ende des Artikels). Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit, sodass bei sommerlichen Temperaturen gefeiert werden konnte. Bei einem Buffet, das die Besucher selbst mitbrachten, kamen die Gäste gut miteinander ins Gespräch. Immer wieder tanzten einige Besucher einen traditionellen Gesellschaftstanz, bei dem alle Tänzer*innen an beiden Seiten am kleinen Finger eingehakt sind und im Kreis tanzen. Nachdem die Anfänger*innen dieses Tanzes zu Beginn noch Schwierigkeiten mit den Tanzschritten hatten, entwickelte sich schnell eine Routine beim Tanzen, sodass die Tänzer kaum mehr aufhören wollten. Ein paar Schritte weiter wurde ein zur Tradition gehörendes Feuer in einer Feuerschale entfacht, das vor allem den anwesenden Kindern gefiel. Die Stimmung glich, auch gerade durch die große Anzahl an Kindern, einem fröhlichen Familienfest, bei dem jeder auf seine Kosten kam. Abschließend ist festzustellen, dass das Newroz-Fest rundum gelungen ist und alle Besucher einen angenehmen Nachmittag verbringen konnten.

Das Newroz-Fest hat seine Wurzeln in Persien und wird seit über 3000 Jahren gefeiert. Kurden feiern dieses Fest zudem im Zeichen der vielfach gewünschten Unabhängigkeit. Im Zentrum dieser Vorstellung stehen die Legenden um den unter anderem als kinderfressenden Drachenkönig vorgestellten Tyrannen Zohak und seinen Bezwinger, den Schmied Kaveh. So zog Kaveh laut Mythos mit der Bevölkerung los und erschlug Zohak. Aus Freude entfachten die Menschen ein Feuer, das die Nachricht im ganzen Land verbreitete. Dies hat sich der Überlieferung nach am 21. März im Jahr 612 v. Chr. zugetragen.

Autor: Moritz Jahns

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Ich arbeite im Stadtteilbüro und schreibe Beiträge für und über Winzerla.

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