Neue Projektleiterin in der Nähwerkstatt

Neue Projektleiterin in der Nähwerkstatt

Jena Winzerla. Sie haben sichtlich Spaß an der Sache, die Frauen und Mädchen, die sich dienstags zur Nähwerkstatt des ELLi-Projekts im Stadtteilbüro treffen. Seit Ende August gibt es dort eine neue Mitarbeiterin: Birke Mönnig leitet die Arbeit an, gibt Tipps und hilft, wo es nötig ist. „Es macht Spaß, gemeinsam etwas Sinnvolles herzustellen“, sagt Birke Mönnig. Gemeinsam, das heißt, nicht nur in einem Raum, sondern in tätiger Kooperation. So helfen sich die Teilnehmerinnen untereinander, wenn etwa die Nähmaschine nicht richtig läuft oder es Fragen bei Zuschnitt oder Nähtechnik gibt. Birke Mönnig findet, dass genau das im Mittelpunkt steht: Austausch über Alters- und andere Grenzen hinweg. Einige der Teilnehmerinnen kommen aus anderen Ländern wie die zehnjährige Ledeia Saleh, die aus Syrien stammt. Ledeia näht sich eine Federmappe, andere Teilnehmerinnen arbeiten an Kleidern, Taschen oder Lätzchen für die Kleinsten. Der einzige Mann in der Runde, ein gelernter Schuster, fertige am liebsten Taschen an. „Ihm können die Schnitte nicht kompliziert genug sein“, sagt Birke Mönnig. Sie selbst hat vor Jahren das Schneiderhandwerk erlernt, inzwischen arbeitet sie freiberuflich als Konfliktmanagerin und Mediatorin. Gerade bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe sie bemerkt, dass den Kindern viele grundlegende Erfahrungen fehlen. „Dazu gehört die Freude, mit eigenen Händen etwas herzustellen“, sagt Mönnig. Diese Freude vermittelt sie nun immer dienstags von 14 bis 18 Uhr in der Nähwerkstatt. Wer mag, kann einfach dazu kommen.

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