Lutz Klauer – Neuer Direktor an der Galileo-Schule

Lutz Klauer – Neuer Direktor an der Galileo-Schule

Gemeinschaftsschule ist ein Erfolgsmodell!“

Fragen an den neuen Leiter der Galileo-Schule

Die Galileo-Schule hat einen neuen Leiter: Lutz Klauer ist von der Montessori-Schule nach Winzerla gewechselt. Der 56-jährige Diplomlehrer für Mathe und Chemie wurde in Jena geboren, er studierte in Halle und begann an der Fichte-Schule zu arbeiten. Zuletzt war Klauer stellvertretender Schulleiter an der Montessori-Schule. Lutz Klauer ist verheiratet, er hat vier Kinder und ist Opa. Klauer wohnt in Milda, doch er trägt Jena im Herzen, wie er sagt. An der Galileo-Schule lernen aktuell 242 Schülerinnen und Schüler, zum Kollegium gehören 29 Pädagogen.

Was hat Sie bewogen, die Galileo-Schule zu übernehmen?

Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und ich habe ein Herz für die Benachteiligten.

Es heißt, die Schule habe einen schlechten Ruf?

Das hält sich hartnäckig, obwohl da nichts dran ist. Wir sind bestens ausgestattet, haben ein hochmotiviertes und engagiertes Kollegium. Außerdem wurde an unserer Schule ein hervorragendes Unterstützungssystem aufgebaut.

Wie sieht das aus?

Wir haben hier Förderschulpädagogen dabei, zudem drei Fachkräfte für Deutsch als Zweitsprache. Zum Team gehören drei Schulsozialarbeiter, außerdem zwei Mitarbeiter, die die Berufseinstiegsphase begleiten. Drei unserer Mitarbeiter sind Teamteacher, das heißt, sie arbeiten als zweiter Pädagoge in den Klassen. Hinzu kommen unsere externen Partner wie das Stadtteilbüro, die Streetworker in Winzerla und das Jugendzentrum „Hugo“.

So bekommt Gemeinschaftsschule eine ganz neue Bedeutung?

Das könnte stimmen! Auf jeden Fall ist die Gemeinschaftsschule ein Erfolgsmodell, das dem Gymnasium in Jena den Rang abgelaufen hat.

Warum ist das so?

Der Grundgedanke dieser Schulart ist das längere gemeinsame Lernen. Die Klasse als wichtigste Lernbedingung muss nicht nach dem 4. Schuljahr auseinandergerissen werden. Den Kindern werden damit emotionale Belastungen und Leistungsdruck im frühen Schulalter erspart. Dass die individuelle Förderung auf allen Lernniveaus funktioniert, zeigen die Erfolge der Gemeinschaftsschulen in Jena.

Was ist mit den Schülern, die Abitur machen wollen?

Wir haben seit 2012 eine Kooperation mit der Lobdeburgschule, das heißt, wer Abitur machen möchte, kann nach dem Realschulabschluss umstandslos auf diese Schule wechseln. Wir geben den Schülern, die Abitur machen wollen, die bestmögliche Förderung. Wichtig sind heterogene Klassen, weil die Schüler mit gymnasialer Eignung zugleich Vorbild für die Anderen sind. (Fragen: Stephan Laudien)

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