Keine Seifenkistenrennen mehr in Winzerla

Keine Seifenkistenrennen mehr in Winzerla

Jena Winzerla. Das 7. Seifenkistenrennen in Winzerla am 3. September war zugleich das letzte. Karin Felsch von Jugendzentrum „Hugo“ sagt, im Organisationsteam sei die Entscheidung gefallen, keine Rennen mehr auszurichten. „Wir haben es uns keinesfalls leichtgemacht, aber letztlich fiel die Entscheidung mehrheitlich“, sagt Karin Felsch. Gründe für das Aus der Rennen seien der immens hohe Aufwand der Organisatoren und das merkliche Nachlassen des Interesses an den Rennen. So habe anfangs immer Volksfestatmosphäre geherrscht, sei die Strecke von zahlreichen Zuschauern gesäumt gewesen. Bei den letzten Rennen waren jedoch deutlich weniger Gäste zu verzeichnen, das Interesse hatte spürbar nachgelassen. Letzteres gelte jedoch keineswegs für die Mühen, die Rennen vorzubereiten. Jeweils am Freitag vor den Rennen mussten die Absperrzäune besorgt werden, am Samstag wurde ab 9 Uhr morgens die Strecke präpariert, danach die Anmeldung geöffnet und nach dem Rennen musste alles wieder abgebaut werden. Dabei mussten die Absperrzäune stets bis zum Montag gelagert werden, weil sie vorher nicht zurückgebracht werden konnten.

Mit dem Motto „Neonsafari“ sei beim diesjährigen Rennen versucht worden, einen neuen Akzent zu setzen, aber die Begeisterung der ersten Auflagen habe man damit nicht erreicht, so Karin Felsch: „Wir dachten, mit dem Seifenkistenrennen den Stadtteil beleben zu können, das hat aber nicht so richtig geklappt.“ Immerhin seien zur letzten Auflage in diesem Jahr wieder etwas mehr Zuschauer gekommen. Aber ein richtiger Boom sei das Rennen nie geworden, so ihr Fazit. Zu sehen sei das beispielsweise daran, dass viele Teilnehmer ihre alten Seifenkisten einfach ein wenig recycelt hatten.

Eine Chance für das Winzerlaer Rennen gibt es dennoch: Finden sich ehrenamtliche Helfer, die das Rennen in Eigenregie ausrichten wollen, können sie sich gern im Stadtteilbüro melden. Unterstützung wurde signalisiert. Wenn keine Rennen mehr in Winzerla zustandekommen, bleibt den kühnen Seifenkistenpiloten zumindest noch das Rennen in Burgau.

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