Happy Birthday, Freizeitladen!

Happy Birthday, Freizeitladen!

Sechs Fragen an Michael Dietzel

Der Freizeitladen in Winzerla besteht seit 15 Jahren. Von Anfang an dabei ist Michael Dietzel (39), der sogar noch den Vorgänger „Kindertreff“ kennengelernt hat. Michael, der nach dem Weggang von Markus Förster kurzzeitig die Leitung innehatte, ist gelernter Maurer und studierte nach dem Fachabitur in Jena Soziale Arbeit. Wir fragten ihn, wie er die 15 Jahre Freizeitladen erlebt hat und was ihm die Arbeit mit Kindern bedeutet.

Wie waren die Anfänge des Freizeitladens?
Ich erinnere mich noch gut an den „Kellercharme“, den der Freizeitladen verströmte. Wir saßen im Keller des Kindergartens, über uns das Einzelfall-Helferteam des Vereins „Hilfe vor Ort“ und der Allgemeine Soziale Dienst.

Heute hat der Freizeitladen nichts mehr von einem Keller?

Dieser „Charme“ verging mit der kompletten Sanierung des Gebäudes 2013/14, außerdem wurde 2015 das Außengelände neu gestaltet.

Was macht den Freizeitladen für Dich aus?

Ganz zentral sind die starke Vernetzung im Stadtteil, die Kooperationen mit den Winzerlaer Schulen und die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Durch unsere Angebote schaffen wir ein „come together“, das heißt, wir ermöglichen Begegnungen etwa von Gymnasiasten und Förderschülern, die sonst kaum zustande kommen würden. Für mich persönlich ist es ein großer Spaß, auch mit fast 40 noch ab und zu Kind sein zu dürfen. Zum Beispiel, wenn wir auf Schlauchboottour gehen.

Wie viele Kinder erreicht ihr mit eurer Arbeit?

Unsere Angebote werden im Jahr von etwa 300 bis 350 Kindern genutzt, das heißt, seit Bestehen haben etwa 2.500 Kinder den Freizeitladen besucht. Und inzwischen kommen die ersten Kinder von früheren Besuchern zu uns.

Wie schätzt Du die Arbeit des Teams ein?

Wir haben ein unglaublich tolles Team, in dem jeder auch die Stärken des Anderen hervorbringt. Ein Vorteil ist sicherlich, dass alle Mitarbeiter bereits als Praktikanten den Freizeitladen kennengelernt haben. Zum Team gehören aber auch die Eltern der Kinder, der Förderverein und die vielen Winzerlaer Bürger, die sich jedes Jahr an der Spendenaktion für den Freizeitladen beteiligen. Manche Omi bringt persönlich zwei Euro vorbei, da sieht man, dass unsere Arbeit geschätzt wird.

Wie sieht die Zukunft des Freizeitladens aus?

Wir sind auf einem guten Stand; wichtig ist für uns Stabilität in der Arbeit. Das schließt ein, dass gute Arbeit auch gut bezahlt werden sollte. Jena täte gut daran, sich klar zur Jugendarbeit zu bekennen. (Fragen: Stephan Laudien)

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