Ein Interview mit dem Eigentümer des ColumbusCenters

Ein Interview mit dem Eigentümer des ColumbusCenters

Jena Winzerla. In Folge der Sozialraumkonferenz in Winzerla befragten Jugendliche aus dem Stadtteil mit Unterstützung vom Freizeitladen Winzerla sowie dem Jugendzentrum „Hugo“ den Eigentümer des Columbus-Centers, Svend Dietel.

Wie lange sind Sie bereits Eigentümer des Columbus-Centers?

Ich habe die Immobilie vor vier Jahren gekauft. Das Gebäude gibt es seit 1994. Es ist von einer Fondsgesellschaft finanziert worden. In der Anfangszeit wurden die Einkaufsmöglichkeiten wie beispielsweise ein Quelle-Shop sehr gut genutzt. Heute gestaltet sich das jedoch etwas schwieriger.

Warum stehen im Columbus-Center so viele Räume leer?

Eigentlich stehen gar nicht so viele Räume leer, dafür muss man jedoch den Aufbau des Columbus-Centers kennen. Mittlerweile vermiete ich den gesamten Überbau an verschiedene Firmen, Vereine und Arztpraxen. Das Parkhaus darf aus baubehördlichen Gründen nicht verändert werden. Aber der eigentlich interessante Teil sind die Ladenflächen. Momentan gibt es im Erdgeschoss eine sehr kleine und im 1. Obergeschoss eine etwas größere freie Fläche. Diese sind aber schwer zu besetzen, da sich das Einkaufsverhalten (Onlineshopping) als auch die Ansprüche an die Gestaltung der Ladenflächen seitens der Unternehmen im Laufe der Jahre stark verändert haben. Um die Fläche im 1. OG für einen potentiellen Kunden attraktiver zu gestalten, wäre ein Umbau durch Abriss der Rolltreppe und den Einzug einer Zwischendecke vorstellbar. Damit würde sich die freie Fläche von 500m² auf 800m² vergrößern lassen.

Ist es vorstellbar, dass ein „dm“, „Burger King“, „New Yorker“ oder ein Videospiel-Laden in das Columbus-Center kommt?

Ich habe viele Firmen angeschrieben, die alle aus verschiedenen Gründen abgelehnt haben oder sich erst gar nicht zurückgemeldet haben. Die Begründungen waren meistens, dass die Ladenflächen zu klein wären und dass es kein Tageslicht gibt. Weiterer Ablehnungsgrund war eine bereits bestehende Filiale in der Nähe, z. B. im Burgaupark bzw. im Stadtzentrum. Und zu guter Letzt gibt es ein Problem mit dem Übergang vom Parkhaus zu den Ladenflächen. Alle Etagen sind leicht höhenversetzt und nicht mit dem Einkaufswagen zu erreichen. Enge Flure, viele Türen und Treppen bilden ein Labyrinth und auch der Fahrstuhl ist klein und nur eingeschränkt nutzbar. Aber schreibt ruhig eure Wunschläden selbst mal an (Herr Dietel lacht).

Besteht die Möglichkeit, freies W-LAN im Columbus-Center zur Verfügung zu stellen?

Heutzutage soll so etwas technisch ja möglich sein. Aber was soll mir das bringen? Letztlich würde ich damit doch nur Jugendliche anziehen, die dann im Columbus-Center rumhängen und ihre Cola-Dosen überall liegen lassen. Man muss sich mal von der Vorstellung lösen, dass das hier als Treffpunkt für Jugendliche für mich irgendeinen Sinn macht. Derzeit ist die Zielgruppe einfach eine andere. (Die Fragen stellten Sophia und Elaine Schwarz)

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