Die Jenaer Frühförderstelle hat ihren Sitz in Winzerla

Die Jenaer Frühförderstelle hat ihren Sitz in Winzerla

Jena Winzerla. Kinder sind individuell und sie haben ihr je eigenes Tempo in der Entwicklung. Doch wenn es Defizite gibt, etwa Sprachprobleme, Schwierigkeiten mit der Motorik oder im Zusammenleben in der Kindergartengruppe, dann können das Hinweise sein, dass eine Frühförderung notwendig ist. „Wir helfen Kindern mit Behinderung und solchen, die von Behinderung bedroht sind“, sagt Kerstin Mieth. Die Diplom-Heilpädagogin leitet die Jenaer Frühförderstelle seit ihrer Gründung 1993; seit 2004 hat die Stelle ihren Sitz in der Bauersfeldstraße 5 in Winzerla. Insgesamt 15 Frauen gehören zum Team von Kerstin Mieth: Sozialpädagoginnen, Psychologinnen, Sprech- und Erziehungswissenschaftlerinnen sind darunter. Die Förderung für die Kinder werde stets individuell zugeschnitten, sagt Kerstin Mieth. Dazu gehört, dass die Mitarbeiterinnen der Frühförderstelle die kleinen Sorgenkinder in ihrem gewohnten Umfeld aufsuchen: im Kindergarten oder zuhause. Nur etwa zehn Prozent der Kinder kommen in die Bauersfeldstraße. In den Genuss der Frühförderung kommen zudem generell Kinder, die bei der Geburt weniger als 1.500 Gramm gewogen haben. Hier bewährt sich die enge Kooperation mit der Jenaer Kinderklinik.
Kerstin Mieth betont, wie wichtig das Netzwerk ist, die enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten, den Kinderärzten, den Beratungsstellen und den Therapeuten. Wenn einem der Akteure dieses Netzwerks ein Kind auffällt, bei dem es Entwicklungsdefizite zu geben scheint, wird die Frühförderstelle aktiv. Kerstin Mieth verweist darauf, dass Frühförderung eine Pflichtaufgabe der Kommune sei, die Kosten tragen die Sozial- und Jugendhilfeträger der Stadt. In der Regel gibt es eine Förderstunde pro Woche für die Dauer eines Jahres. Aktiv werden die Mitarbeiterinnen in enger Abstimmung mit den Kindergärten und den Eltern. „Wir schauen, was dem Kind guttut“, sagt Kerstin Mieth. Manchmal genügen schon kleine Dinge, kleine Erfolgserlebnisse, um ein Sorgenkind zu stärken.

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