Die Idee Stadtteilgarten wächst und wächst…

Die Idee Stadtteilgarten wächst und wächst…
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Jena Winzerla. Die Idee Stadtteilgarten erreicht mehr und mehr Menschen. Er wächst und wächst und wir beginnen zu überlegen, wohin er wachsen und sich entwickeln soll. Die Betonung liegt weiterhin auf dem „wir“.
Mal ganz abgesehen von größeren Bauvorhaben, dass wir in diesem Jahr noch den neuen Lehmbackofen einweihen wollen oder es vielleicht mal schaffen, einen Bodenbelag in den Wohnwagen zu installieren, für den wir keinen Staubsauger brauchen, zumal es keinen Stromanschluss gibt… Die Sprechzeiten werden immer voller, die Wünsche und Ansichten darüber, wie ein Garten auszusehen hat oder wie er genutzt werden soll, bilden eine immer breitere Palette. Das gibt uns Gelegenheit, füreinander offen zu bleiben. In der Zwischenzeit wird der Stadtteilgarten auch von ehemaligen Kleingartenanlagenhobbygärtnern genutzt, sodass ein reicher Erfahrungsschatz bereit steht, um aus ihm nützliches Wissen herauszuhören. Und es kommen weiterhin Menschen, die sich ausprobieren wollen, die Permakultur interessant finden oder die vielleicht niemals einen Spaten verwenden würden, weil sie die natürliche Bodenschichtung nicht durcheinanderbringen wollen. Kinder legen sich ein Beet an ohne auch nur einen Gedanken an Jahresplanung anzustellen. Sie pflanzen einfach, weil sie gerne Erdbeeren essen. Und das darf alles sein. Ich persönlich freue mich darüber. Ich hoffe sehr, dass die Gemeinschaft immer ausreichend Gelassenheit findet, das auszuhalten, was der Nachbar gerade mal wieder experimentiert oder aber der oder die einzelne soviel Vertrauen und Mut haben, auszudrücken, was sie stört. Einig sind sich die GärtnerInnen, wenn es um gegenseitige Rücksichtnahme geht. Mangelhafte Kommunikation kann dann schon mal zum Konflikt führen. Bisher wurden jedoch immer gute Lösungen gefunden, mit denen die Beteiligten einverstanden waren. Ich will fast sagen, wenn alle glücklich sein wollen, dann dürfte das ja auch nicht so schwer sein.
Na dann, wir suchen übrigens Rankhilfen für Tomaten und Himbeeren! Außerdem jemanden, der ein paar Quadratmeter Linoleum übrig hat (für den Wohnwagenfußboden), Kompostbehälter und Brennholz! Falls sie jemanden wissen. Alle Termine für Veranstaltungen finden sie auf www.winzerla.com oder als Aushang im Garten.

über den Autor

Ich koordiniere die vier Teilprojekte (Nähwerkstatt, Musikwerkstatt, Stadtteilgarten und Erzählcafé) des Integrationsprojektes ELLi und arbeite selbst in der Nähwerkstatt sowie im Stadtteilgarten mit.

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