Die Historie von Winzerla

Die Historie von Winzerla

Jena Winzerla. Es dürfte kaum übertrieben sein, Dietmar Schütze als wandelndes Lexikon zur Ortsgeschichte zu bezeichnen. Mühelos springt der 64-jährige Winzerlaer von einem Thema zum nächsten und der staunende Gast fragt sich, worüber Schütze eigentlich nicht Bescheid weiß. Dabei ist Schütze keineswegs Historiker: Er hat seinen Diplom-Ingenieur in Elektronik/Elektrotechnik gemacht, zuletzt bei Zeiss als Leiter Controlling gearbeitet. Ganze 25 Jahre blieb Schütze dem einstigen VEB Carl Zeiss treu, dabei war er gelernter Rinderzüchter. „Parallel zur Erweiterten Oberschule machte ich auf dem VEG in Zwätzen meinen Facharbeiter“, sagt Dietmar Schütze. Doch in eine LPG wollte er nicht, obwohl schon Großvater Hugo ein Meisterbauer war. Schütze entschied sich für das Studium und später Zeiss und schied erst 2009 aus gesundheitlichen Gründen aus. Das umfangreiche Wissen zur Ortsgeschichte verdankt Dietmar Schütze seiner Liebe zu Büchern, die bereits früh geweckt wurde. Um die 11.000 Bücher habe es zuhause gegeben, sagt Schütze, und ihm hatten es besonders die Geschichtswerke angetan. Darunter sei eine illustrierte Weltgeschichte gewesen, geschrieben von einem preußischen Gymnasiallehrer. Die Eltern seien meist schon früh in den Stall gegangen und ihm habe der Vater gesagt, wenn du eine Frage hast, hier stehen die Bücher.
Die Stadtteilzeitung möchte von Dietmar Schützes Wissen profitieren und in loser Folge Beiträge zur Ortsgeschichte bringen. Der Startschuss fällt in der Februar-Ausgabe.

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