„Biereck“ hätte Ärger gegeben

„Biereck“ hätte Ärger gegeben

Jena Winzerla. Horst Hebestreit wohnt seit 1984 in Winzerla. Er hat in Winzerla ein „Biereck“ verhindert und er ist stolz darauf. „Das hätte bloß Ärger gegeben“, da ist sich der 95-Jährige sicher. Hebestreit, der seit 1984 in Winzerla in der Bauersfeldstraße wohnt, arbeitete bei der HO als Fachdirektor Gaststätten. Etliche Jahre leitete der gelernte Kaufmann, der schon mit 21 ein Lebensmittelgeschäft übernahm, das Kulturzentrum in Lobeda. In Winzerla gehörte er dem Wohngebietsausschuss an. Horst Hebestreit erinnert sich, dass es drei gastronomische Einrichtungen in Winzerla geben sollte: Ein Eiscafé, ein Kulturhaus mit Gastronomie und Schulspeisung und das erwähnte „Biereck“. Diese Art von Gaststätte wurde in Plattenbauweise an vorhandene Erdgeschossbauten angefügt. Vorgesehen war dafür der heutige Sitz des Kobb in Winzerla an der Wasserachse. Doch Horst Hebestreit setzte sich dafür ein, dass die Pläne nicht realisiert wurden. Es hatte nämlich zuvor in Lobeda großen Ärger um ein solches „Biereck“ gegeben, diesen Ärger wollte er in Winzerla vermeiden. Am Ende wurde keiner der Pläne realisiert. Das geplante Kulturhaus scheiterte am Widerstand der Anwohner und das Eiscafé wurde angefangen, doch die politischen Umwälzungen 1989/90 verhinderten die Fertigstellung. Immerhin wurde die Winzerlaer Kaufhalle fertiggestellt. Doch gegenüber war noch eine „Industriewarenkaufhalle“ vorgesehen, die ebenfalls nie gebaut wurde. Dort hätte es alles gegeben, außer Lebensmittel, sagt Horst Hebestreit.

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